Wut und Feindseligkeit lösen Herzrhythmusstörungen aus

Starker Ärger kann bei Herzpatienten einen Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen auslösen. Wer seine Gefühle schlecht kontrollieren kann, bei wem schnell Wut hochkocht, der gefährdet sich selbst, denn negative Gefühle verändern den Blutdruck und behindern so indirekt den Blutfluss.

Offenbar sind leicht erregbare, herzkranke Menschen einem höheren Risiko ausgesetzt, einen Herzinfarkt zu erleiden. Zu diesem Ergebnis kamen im März 2009 Forscher an der Yale University in den USA, als sie die Zusammenhänge zwischen Wut, Feindseligkeit und Herzerkrankungen untersuchten.1

Herzkranke mit verkalkten Gefäßen oder Herzschwäche reagierten offenbar besonders heftig auf emotionale Ausbrüche. Häufiger betroffen sind jene, die man früher als „Choleriker“ bezeichnet hätte: Personen, die zu Wutanfällen neigen, jähzornig, unausgeglichen und leicht erregbar sind.

Als Ursache wird eine Art Alarmreaktion des Herzens auf starke Gefühle vermutet, indem sich Adrenalin und andere Stresshormone direkt auf die Zellen des Herzens auswirken.

Wutpatienten gelten deshalb als ähnlich stark gefährdet wie Angstpatienten, Menschen, die an Depressionen leiden und stark traumatisierten Personen.

Aber keine Angst: Ein einzelner Wutausbruch ist noch nicht gefährlich, sonst wäre die Menschheit längst ausgestorben.