Neue Selbsthilfegruppe in Ebersberg

Im Januar 2020 hat Lydia Reis, die schon seit einigen Jahren unserer Selbsthilfegruppe ist, eine SHG gegründet, die im Ebersberger Kreisklinikum ansässig ist. Hier ein Artikel, der im Januar in der Süddeutschen Zeitung erschien:

Von Herz zu Herz

Von Nathalie Stenger, Ebersberg

„Herzpatienten sind mein Herzensprojekt“, sagt die Heilpraktikerin für Psychotherapie Lydia Reis. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie ihre ganze Energie in ihre neu gegründete Selbsthilfegruppe steckt. Diese heißt: „Herz-Selbsthilfegruppe in der Kreisklinik Ebersberg Hand in Hand – gemeinsam füreinander da“ für Herzpatienten und trifft sich erstmals am 8. Januar, und dann jeden zweiten Mittwoch im Monat, von 18 bis 20 Uhr, in der Kreisklinik Ebersberg.Lydia Reis weiß, wovon sie spricht. Die 45-Jährige war in ihren ersten vier Lebensjahren regelmäßig Patientin im Deutschen Herzzentrum in München. Obwohl sich ihre Krankheitsbilder relativ gut entwickelt hatten, wur-

LLydia Reis gründete eine Selbsthilfegruppe für herzkranke Patienten in Ebersberg
Die Heilpraktikerin für Psychotherapie Lydia Reis gründete eine Selbsthilfgruppe für seelisch belastete Herzpatienten in Ebersberg

de 2007 ein Eingriff in Form einer Aortenklappen-Operation notwendig. Als junge Erwachsene erfuhr die gebürtige Rosenheimerin am eigenen Leibe, wie sehr eine so schwierige Operation die Psyche belasten kann. Nach ihrem Rehabilitationsaufenthalt suchte sie sich deshalb therapeutische Unterstützung. Heute ist Lydia Reis Heilpraktikerin für Psychotherapie und hat eine eigene Praxis in Kirchseeon, in der sie unter anderem auch viele Herzpatienten betreut.

Ihrer Meinung nach müsse der Psychokardiologie – der Schnittstelle zwischen Psyche und Herz – mehr Bedeutung zugemessen werden. Während es bei Krebspatienten gängig sei, therapeutische Unterstützung nach der Diagnose in Anspruch zu nehmen, sei die Psychokardiologie eine eher neuere Entwicklung, die besonders in ländlicheren Gebieten erst noch bekannt werden müsse, sagt Reis. Es würden zwar Herzsportgruppen beispielsweise in Grafing und Vaterstetten angeboten, jedoch bestehe nicht wirklich die Möglichkeit, sich auf der psychischen Ebene mit anderen Herzpatienten auszutauschen. Dabei sei gerade das sehr wichtig, betont die Heilpraktikerin: „Aus Depressionen können bekanntlich Herzkrankheiten werden, aber aus Herzkrankheiten können sich ebenso Depressionen entwickeln. Denn unbehandelte Ängste, wie sie etwa nach einer Herzoperation im Raum stehen, können sich selbständig machen und auf die psychische Gesundheit auswirken.“

In der Landeshauptstadt gibt es bereits mehrere Möglichkeiten, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, beispielsweise in der Selbsthilfegruppe Herz ohne Stress im Klinikum rechts der Isar unter der Leitung von Helmut Bundschuh. Reis nimmt seit vielen Jahren an den Treffen teil und weiß deshalb, worauf sie bei ihrer eigenen Selbsthilfegruppe in Ebersberg achten möchte.

Für die Therapeutin aus Kirchseeon ist eines besonders wichtig: Auch Angehörige sind bei ihren Gruppentreffen willkommen. Denn es seien ja nicht nur die Patienten, deren Leben auf den Kopf gestellt werde, stellt Reis klar, sondern auch die Familienmitglieder, die sich mit der neuen Situation auseinandersetzen müssten. Außerdem sei alles unverbindlich.

Entgegen der oft verbreiteten Annahme, dass Selbsthilfegruppen oft unangenehm seien und man sofort mit wildfremden Menschen seine persönlichen Gedanken teilen müsse, will Reis einen Ort schaffen, an dem sich alle wohlfühlen. Man dürfe so viel von sich erzählen wie man wolle, aber auch erst einmal einfach nur zuhören, betont sie. Reis selbst wird die Gruppe leiten und bei Bedarf fachliche Unterstützung von Kardiologie-Chefarzt Martin Schmidt von der Kreisklinik Ebersberg erhalten.

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Ja zum Leben – was setzt unsere inneren Stärken frei?

Am Sonntag, den 8. Dezember fand im Selbsthilfezentrum München das Seminar „Ja zum Leben“ statt. Es wurde vom Referenten und Logotherapeuten Marco Kargl geleitet und von meiner lieben Freundin und Seelenverwandten Jeannette Sommerschuh organisiert. Jeannette hat die Selbsthilfegruppe „Chronisch krank und Ja! zum Leben“ gegründet und vernetzt erfolgreich Gruppen mit seltenen Erkrankungen.

„Ja zum Leben“ sagen ist der unglaubliche und berühmte Satz des Psychotherapeuten Viktor Frankl. Viktor Frankl hatte die Internierung im Konzentrationslager überlebt, wo seine Familie und seine Frau umgekommen waren. Er stellte fest, dass es verborgene Ressourcen geben musste, die es Menschen ermöglichten, auch schwierige Situation zu bewältigen. Daraus entwickelte er die Grundsätze seiner Logotherapie. Der Referent Marco Kargl stellte einfühlsam und treffend die Grundlagen von Viktor Frankls Lehren vor.

Ela, Marco Kargl und Jeannette Sommerschuh
Ela, Marco Kargl und Jeannette: Ela und Jeannette organisierten das Seminar im Selbsthilfezentrum München, Marco Kargl konnte die die Ideen von Viktor Frankl beeindruckend umsetzen.
Seminarteilnehmer im Selbsthilfezentrum München
„Ja zum Leben“ war das Leitmotiv des Seminars am 8. Dezember 2019 im SHZ München

In der Lebensgeschichte die eigenen Stärken erkennen – Grundlagen ressourcenorientierter Biographiearbeit

Am 2. November fand im Selbsthilfezentrum München (SHZ) zum ersten Mal eine Fortbildung zu den Grundlagen ressourcenorientierter Biographiearbeit statt. Als Leiter der Selbsthilfegruppe „Herzkrank ohne Ängste und Sorgen“ bekam ich die Möglichkeit dieses Fortbildungskonzept eigenständig zu planen und durchzuführen. Unterstützt wurde ich in der Organisation, Konzeption und Moderation von Alexandra Kranzberger (SHZ). Eine Fortbildung zur Biographiearbeit für Selbsthilfeengagierte anzubieten, liegt eigentlich auf der Hand. Denn die meisten Selbsthilfegruppen folgen bei ihren Treffen bereits
Ansätzen aus der Biographiearbeit. Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn es in den Gruppen die Möglichkeit gibt, sich über die Ereignisse aus der persönlichen
Lebensgeschichte auszutauschen. Das SHZ war für die Grundlagenvermittlung also der passende Ort und die Fortbildung erregte großes Interesse bei Engagierten aus den unterschiedlichsten Gruppen. Vor zwei Jahren konnte ich mir bereits durch eine zertifizierte Weiterbildung zum biographischen Arbeiten für chronisch kranke Menschen wertvolles Wissen aneignen. Dieses Wissen wollte ich nun an Selbsthilfeengagierte aus anderen Gruppen weitergeben. Das SHZ bestärkte mich in diesem Anliegen. Um den Teilnehmenden die Inhalte des biographischen Arbeitens strukturiert zu vermitteln, wurden kurze Impulsreferate zu den Themenschwerpunkten „Biographisches Erinnern“, „Biographische Ressourcen“, „Resilienzfähigkeit“ und „Salutogenese“ gehalten.

Helmut Bundschuh als Dozent beim Seminar Biografisches Arbeiten und Resilienz im SHZ
Helmut Bundschuh beim Vortrag über Salutogenese im Selbsthilfezentrum München

Aber auch ausgewählte praktische Methoden wurden in der Einzel- und Gruppenarbeit angewandt. Während der Fortbildung war es mir besonders wichtig, dass die
Teilnehmenden den Wert und die Wirkungen des biographischen Arbeitens hautnah miterlebten und methodisches Werkzeug an die Hand bekamen, welches sie bei Bedarf in ihren Gruppen anwenden können. Das Tagesprogramm gestaltete sich dadurch sehr interaktiv und intensiv und führte alle an persönliche biographische Ereignisse und an die daraus entstandenen Bewältigungsressourcen heran. Die Fortbildung hatte auf alle Teilnehmenden eine energetisierende Wirkung und die
Rückmeldungen waren durchweg positiv. Das hat mir gezeigt, dass dieses Fortbildungsformat das Potenzial hat, im geschützten Rahmen des SHZ fortgeführt zu
werden.

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16. Oktober 2019 – Qigong Schnupperkurs der SHG Herzkrank ohne Ängste und Sorgen

Beim letzten Treffen der SHG Herzkrank ohne Ängste und Sorgen hatten wir auf Anregung eines Gruppenmitgliedes beschlossen, einen Qigong Kurs ins Leben zu rufen, an dem unsere Gruppenmitglieder teilnehmen können. Dazu haben wir auch andere Selbsthilfegruppen mit chronischen Erkrankungen eingeladen. Der Schnupperkurs musste vom 9. auf den 16. Oktober verlegt werden. Der Kurs kann nur stattfinden, wenn sich genügend Teilnehmer für geringes Entgelt beteiligen.

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12./13. Oktober – Klausur des Selbsthilfebeirates im Kloster Schlehdorf

In der diesjährigen Klausur des Selbsthilfebeirates im Kloster Schlehdorf wurden einige Maßnahmen entschieden, um den erwarteten Ansturm  von Förderanträgen von Vereinen und Initiativen bei der Stadt München zu bewältigen.

Jedes Jahr stellt die Stadt München einen Betrag von über 200 000 € für die Neu- und Regelförderung von Vereinen und Initiativen im sozialen Bereich zur Verfügung, die Förderanträge müssen beim Sozialreferat gestellt werden. Um das Sozialreferat bei den Entscheidungen, welche Initiativen gefördert werden, beratend zu unterstützen, hat der Stadtrat die Bildung des Selbthilfebeirat angeordnet, der monatlich tagt. Der Selbsthilfebeirat setzt sich zusammen aus Vertretern von Selbsthilfegruppen im SHZ aus den Bereichen Gesundheit-, Soziales-, Migration-, Familie- und Umwelt. Außerdem ist im Selbsthilfebeirat (SHB) der Vorstand des SHZ und Vertreter der Verwaltung des Sozialreferates vertreten. Zusätzlich wurden vom Stadtrat zwei weitere Vertreter bestimmt. Für die nächsten drei Jahre wurde das Mitglied unserer Selbsthilfegruppe Helmut Bundschuh vom Stadtrat als ständiges Mitglied des SHB bestimmt.

Gartenanlage Kloster Schlehberg am Kochelsee
Kloster Schlehberg am Kochelsee war 2019 Ort der Klausur des Selbsthilfebeirates München

Es wird erwartet, dass in den nächsten Jahren die Anzahl der Förderanträge steigen wird. Um dem gerecht zu werden, mussten einige Entscheidungen zum Verfahren und zur Handhabung der Bestimmungen getroffen werden. In der Klausur im Kloster Schlehdorf bei Kochel am 12. und 13. Oktober wurden deshalb Arbeitsgruppen gebildet, die neue Strukturen für die Förderverfahren erarbeiten sollen.

Selbsthilfebeirat, Personen an einem Arbeitstisch
Arbeitsklausur des Selbsthilfebeirates München war der Vorstand des SHZ, gewählte Vertreter aus verschiedenen Selbsthilfesparten und die vom Stadtrat bestimmten Vertreter anwesend
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Wiesbesuch der Selbsthilfegruppe

Da der Termin unserer Gruppe Herz ohne Stress, die sich am 1. Donnerstag im Klinikum rechts der Isar trifft, im Oktober auf einen Feiertag fiel, beschloss die Gruppe, schon Vormittags auf die Alte Wiesn zu gehen. Renate hatte einen Tisch beim Regensburger Stammtisch direkt vor der Bühne belegt. Bei Blechblasmusik und bayerischen Volkstänzen tobten sich die anwesenden Mitglieder richtig aus und hatten viel Spaß.

Menschen auf dem Oktoberfest, im Hintergrund das Riesenrad
Das Oktoberfest war an diesem 1. Donnerstag im Oktober schon um 11 Uhr Vormittags brechend voll
Tanzende am Oktoberfest
Hilde beim Tanz mit einem Begleiter beim Oktoberfest
Bayerische Volkstänze auf der Alten Wiesn
Feiernde Frauen auf dem Oktoberfest
Unsere Gruppe hatte direkt vor der Tanzfläche viel Spaß. Leider war es ein wenig kalt und zugig

26. August – Wanderung zu Kraftorten am Ammersee

Brütende Hitze war ständiger Wegbegleiter bei unserer Wanderung am Ammersee von Herrsching bis zum Kloster Andechs. Bei einem steilen Anstieg teilte sich die Gruppe, damit die Belastung für die älteren Mitglieder nicht zu groß wurde. Während der Großteil der Selbsthilfegruppe zu Fuß durch den Wald nach Andechs ging, fuhren 3 Mitglieder mit dem Bus zum Kloster. Dort trafen wir uns zur Besichtigung des Klosters und der Kirche wieder.

Sauerstoff und Fitness war das Ziel der Wanderung zu den Kraftorten rund um das Kloster Andechs

Ziel der Wanderung war die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls der Gruppe. Gleichzeitig taten wir etwas für unsere Fitness. In einer kleinen Schlucht des Kienbaches machten wir unter Anleitung von Christine Färber einige Konzentrationsübungen und eine kleine Fantasiereise.

Holzskulpturen im Wald bei Andechs
Holzskulptur im Wald bei Kloster Andechs
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6. Juli 2019, 10.30 bis 16.30 – Münchner Selbsthilfetag auf dem Marienplatz

Münchner Selbsthilfegruppen und Initiativen stellten sich am 6. Juli an 80 Informationsständen auf dem Marienplatz vor. Bei tropischen Temperaturen konnte sich auch unsere Gruppe Herzkrank ohne Ängste und Sorgen an einem kleinen Stand vorstellen. Erster Anziehungspunkt war die Aktion Blutdruckmessen, der sich die Bluthochdruck Selbsthilfegruppe aus Starnberg beteiligte. Bis ca. 14.00 Uhr waren die Stände und Pavillons der Gruppen gut besucht, danach fegte unerträgliche Hitze den Marienplatz leer. Trotzdem konnte unsere SHG Kontakte zu anderen Gruppen knüpfen – und weil es in allen Gruppen Herzkranke gibt, haben sich einige Leute zu unseren nächsten Treffen angemeldet.

Alle zwei Jahre findet auf dem Marienplatz der Tag der Selbsthilfe statt. Dieses Jahr bei tropischer Hitze.

80 Pavillons und Stände mussten bis 10.00 Uhr aufgebaut sein. Mittendrin unser kleiner Pavillion, den wir zusammen mit der Herzgruppe ARVC teilten.

Vielen Dank dem Aufbauteam Josefine, Valentin und Eric. Ganz links der Vorsitzende des Vereins Psychisch belastete Herzpatienten e.V. Rechts die Blutdruckmess Station der Bluthochdruck SHG Starnberg

Links im Pavillon Ruth Biller (ARVC) und Helmut Bundschuh (Herzkrank ohne Ängste und Sorgen)

Die Eröffnung des Selbsthilfetages 2019 durch Mirjam Unverdorben-Beil (Stellv. Geschäftsführerin Selbsthilfezentrum München) und Klaus Grothe-Bortlik (Geschäftsführer Selbsthilfezentrum München)

Ruth Biller vor der großen Luftballon-Parade vor dem Rathaus.

Unser SHG Mitglied Heide probiert das Anlegen der Blutdruck-Manschette

Wir danken Ruth Biller und Yomi Otubushin für die Zurverfügungstellung der Fotos

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27. Mai 2019 – Kraftorte-Wanderung Leutstetten

Manche nennen ihn Wohlfühlort, andere einen verwunschenen Kraftplatz – die vielen bunten Bänder und Bittbriefe zeigen, hier kommen viele Menschen her, um Kraft zu schöpfen. Auch wenn das Wasser der Drei Bethen Quelle bei Leutstetten nicht zum Verzehr geeignet ist, stehen Kanister und Schubkarren bereit, denn Einige scheren sich nicht darum und nehmen das Wasser mit nach Hause.

Hintergrund unserer Kraftort Wanderung war, dass einige unserer Gruppenmitglieder alleine leben und sich Wanderungen im naturnahen Raum aufgrund ihres Alters nicht mehr zutrauen. Gemeinsam wollten wir mobil werden, wer fit ist, hilft den Ängstlichen. Morgens gegen 10.00 Uhr fuhren wir mit der S-Bahn nach Starnberg, wo schon der Bus nach Leutstetten vor dem Bahnhof stand. In Leutstetten wartete die Heilpraktikerin Christine Färber auf uns. Sie bietet Wanderungen zu Kraftorten in Bayern an. Der Wanderweg zum Karlsberg führte an bunten Wiesen vorbei, wie man sie kaum noch zu Gesicht bekommt. Dann führte ein Hohlweg mitten in einen naturbelassenen Wald. Obwohl das letzte Stück zum Karlsberg steil war, bewältigten wir die Route gut.

Während ich die seltsamen Verwachsungen der Äste hoch oben in den Kronen der Bäume beobachtete, gab es einen Vortrag von Christine Färber, in dem sie die Geschichte dieses Ortes beschrieb, wie wichtig das Gemeinschaftsgefühl und Bewegung für die menthale und körperliche Gesundheit sind. Dann gingen wir entlang des Mühltals zur Drei Bethen Quelle, wo es nochmals einen Vortrag gab. Um den Tag abzurunden, nahmen wir im Biergarten Mühltal ein spätes Mittagessen ein und fuhren am Nachmittag wieder nach München.

Auf dem Karlsberg befindet sich ein Kraftort. Man sieht es an den seltsam verkrümmten Ästen, die teilweise sogar nach unten wachsen und sich mit den Ästen anderer Bäume kreuzen. Von der Burgruine aus dem 12. Jahrhundert ist heute nichts mehr zu sehen.

Der Wald hinauf zum Karlsberg scheint sich selbst überlassen zu sein.

Rast auf dem Karlsberg

Im Hintergrund, direkt vor der Bethen-Quelle, ein mit bunten Bändern behängter Pfosten. Im Vordergrund Vorbereitungen, die Quelle zu betreten.

Die Bethen-Quelle, die Wurzeln des Baumes dahinter sollen der stärkte Kraftplatz zu sein.

Manche holen sich eine Portion Gesundheit, indem sie sich in das Quellwasser stellen.

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24. März 2019 – Seminar: Das Herz lügt nicht

Am letzten Wochenende im März fuhren 15 Teilnehmer unserer Gruppe in das Seminarhaus „Haus Werdenfels“ bei Regensburg und nahmen an der Seminarveranstaltung „Biografisches Arbeiten für herzkranke Patienten“ teil. Als Seminarleiter konnte der renommierte Dozent  Karlheinz Arndt gewonnen werden. Wir hatten ausgezeichnetes Wetter, sodass man im bezaubernden Laabertal spazieren gehen konnte. Die ungezwungene Atmosphäre im Seminarhaus und das enge Zusammensein veränderte die Gruppe nachhaltig. Es entstanden kleine Interessengemeinschaften, die sich jetzt auch außerhalb der Gruppentermine treffen.

Im Seminar ging es zum Teil heftig zur Sache, früher oder später fand man sich in seiner eigenen Biografie wieder und fragte sich, warum man bestimmte Entscheidungen genau so getroffen hat. Aber niemand war gezwungen, sein Seelenleben auszubreiten und jeder sagte soviel, wie es zu einem passte. Wir haben uns vorgenommen, im nächsten Jahr wieder eine solche Unternehmung zu machen.

Die Gruppe dankt ausdrücklich dem Selbsthilfezentrum München und den Kassen in Bayern, die dieses Seminar für uns möglich gemacht haben.

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23. Februar 2019 – ARVC-Selbsthilfe trifft Fachwissen – Ärzte, Patienten und Wissenschaftler im Dialog

ARVC (arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie) ist eine vererbte Erkrankung des Herzmuskels, bei der das Myokard (mittlere Muskelschicht des Herzmuskels) durch Fett- und Bindegewebe ersetzt wird. Etwa die Hälfte der Fälle zeigen eine familiäre Häufung. Unsere liebe Freundin Ruth Biller, die die ARVC Selbsthilfegruppe aufgebaut hat, organisierte für diese seltene Erkrankung einen Kongress, für den Ärzte und Wissenschaftler aus ganz Europa anreisten. Die Moderation übernahm der Bayerische Rundfunk, der zugleich einen großen Beitrag über ARVC machte.

Podiumsdiskussion und Vortrag eines Wissenschaftlers vor Publikum.
Wissenschaftler aus ganz Europa kamen zum ARVC Kongress nach München

Bei dieser Gelegenheit konnte Helmut Bundschuh während einer Podiumsdiskussion die Problematik der Patienten aus psychokardiologischer Perspektive darstellen. Da ARVC im jungen Erwachsenenalter zum Tod führt, ist die psychische Belastung für Patienten hoch und bedarf in den meisten Fällen therapeutischer Betreuung.

Frau und Mann unter einem Zeltdach
Ruth Biller, hier während des Selbsthilfetages 2019 auf dem Marienplatz, organisierte den ARVC Tag und öffnete für die Selbsthilfe ein neues Format der Öffentlichkeitsarbeit

Mann mit Mikrofon mit Publikum
Beim ARVC Tag hatte Helmut Bundschuh, der zwei Selbsthilfegruppen für psychisch belastete Herzpatienten gegründet hat, die Gelegenheit,  die Herzerkrankung aus der Perspektive der Psychokardiologie zu beschreiben
 
 
 

27. August 2018 – Westpark mit Geh-Achtsamkeitsübung

Gehachtsamkeit und Vergnügen zusammen geht nicht? Wer das glaubt, wurde bei unserem Ausflug in den Westpark eines Besseren belehrt. Wir trafen uns bei brütend heißem Wetter erst einmal im Biergarten im Westpark zum gemeinsamen Mittagessen. Danach gingen wir zusammen spazieren und redeten miteinander. Danach begann unser Programm:

Gehachtsamkeit kannten wir schon von unserer Fahrt zum Kloster Schäftlarn. Jetzt wendeten wir das an, was wir dort kennen gelernt hatten. Die Verlangsamung der Schritte zwingt dazu, sich auf den Körper zu konzentrieren – das Gleichgewicht, die Muskulatur, das Körpergefühl. Man nimmt die Dinge um sicher herum ganz anders wahr, die Ameisen am Boden, die wilden Blumen und Büsche. Die Sicht auf sich selbst verändert sich. Nach 20 Minuten waren alle völlig entspannt. Eine neue Erfahrung, die wir gemeinsam gemacht haben.

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9. Juli 2018 – Rosengarten im Kloster Schäftlarn

Eine Blumenhändlerin hatte uns den Tipp gegeben – ihr Vater ist Gärtner im Rosengarten im Kloster Schäftlarn, da müsst ihr unbedingt hin. Das taten wir in Verbindung mit einem wunderbaren Spaziergang durch den Wald vom S-Bahnhof zum Kloster. Immer bergab, trotzdem für Ungeübte ein wenig anstrengend. Danach natürlich Mittagessen im Biergarten und bei herrlichem Wetter zunächst ein „Ankommen“ im Rosengarten. Die Düfte und Farben sind überwältigend, wir genossen die Stille und das Miteinandersein. Dann folgte unter Anleitung ein erstes achtsames Gehen. Wir versuchten „Gehachtsamkeit“, ein bewusstes Reduzieren der Gehgeschwindigkeit – gar nicht so einfach, denn man muss sich auf die Balance und die Körperbeherrschung konzentrieren. Nach 20 Minuten kann das schweißtreibend sein, aber danach hat man den Kopf frei von belastenden Gedanken, was für Herzpatienten sehr befreiend sein kann. Die ganze Konzentration richtet sich auf den Körper, da ist kein Platz für dunkle Gedanken.

Lydia Reis hatte einen kleinen Vortrag vorbereitet – am Beispiel einer Fabel erklärte sie, dass man sich eigentlich unnötig Zwängen aussetzt, die einen unter Druck setzen. Danach folgte eine kleine Meditation und jeder suchte sich aus einer Schachtel einen kleinen Halbedelstein aus, der zu einem passte. Ein Tag, der viele Überraschungen barg. Den Berg hinauf fuhren wir mit dem Bus. Achtsamkeit hin, Achtsamkeit her.

Gedrängle am Eingang zum Rosengarten. Wir waren nicht die einzigen Gäste.

Lydia erzählt eine Fabel, alle hören konzentriert zu

Eine kleine Meditation

Nach der Gehmeditation schlenderten wir noch ein wenig durch den Garten

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12. September 2018 Klinikum rechts der Isar

Patientengespräch für die SHG „Herzkrank ohne Ängste und Sorgen“- Vortrag  von Prof. Karl-Heinz Ladwig

Ein außergewöhnlicher Nachmittag war das Patientengespräch und der Vortrag von Prof. Karl-Heinz Ladwig. Das Thema war „Herzerkrankungen und Depression“ – das Besondere war das anschließende Patientengespräch, bei dem wir Fragen um unsere Kranheit stellen konnten, die von Ärzten nicht beantwortet werden können. Prof Ladwig sagte uns einen weiteren Besuch im nächsten Jahr zu, auf den wir uns freuen.

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12. Juni 2018 Führung im Kloster St. Ottilien

Am 12. Juni 2018 machte Pater Augustinus für die Gruppe „Herzkrank ohne Ängste und Sorgen“ eine 90-minütige Führung durch das Klosterdorf St. Ottilien. Nähere Informationen werden zeitnah hier veröffentlicht.

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3. Mai 2018 Isarspaziergang

Die Selbsthilfegruppe „Herzkrank ohne Ängste und Sorgen“ veranstaltete am 3. Mai 2018 den ersten Isarspaziergang. Schon Tage vor dem Termin musste die öffentliche Werbung eingestellt werden, wegen der großen Teilnahmezahl wurde der Spaziergang auf zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe ging um 13.00 Uhr vom Klinikum rechts der Isar bis zum Großhesseloer See im Englischen Garten. Die zweite Gruppe ging um 16.00 Uhr vom Klinikum bis zum Chinesischen Turm. Diese Gruppe wurde von Frau Dr. Anna Furmaniak begleitet, die auf halber Strecke einen Vortrag über die „Wirkung von Bewegung und Humor auf Herz und Psyche“ hielt. Frau Dr. Furmaniak ist Psychotherapeutin im  Klinikum rechts der Isar und steht unserer Gruppe hin und wieder für Fragen zur Verfügung.

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Wandertag 22

Foto: Ada Kodaer

Wandertag 4

Foto: Ada Kocaer

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26. April 2018 Klinikum Schwabing

„Kleiner Eingriff, große Wirkung – Minimalinvasive Therapie der Herzklappen“ Referenten: Prof. Dr. med. Stefan Sack, Prof. Dr. med. Walter Eichinger

Da die Mitglieder unsere Gruppe sehr unterschiedliche Herzerkrankungen haben, waren bei diesem Vortrag von Prof Stefan Sack und Prof. Walter Eichinger im Schwabinger Krankenhaus vor allem Mitglieder mit Herzklappen-Problemen interessiert. In der Aula wurden die neuesten Methoden und technischen Entwicklungen vorgestellt. Danach hatte unser Gruppenmitglied Helmut Bundschuh die Gelegenheit, unsere Selbsthilfegruppe vor dem Hintergrund der Psychokardiologie, also aus der Sicht von seelisch betroffenen Herzpatienten darzustellen. Frau Mirjam Unverdorben-Beil aus der Geschäftsleitung des Selbsthilfezentrums stellte abschließend die Arbeit des Selbsthiolfezentrums dar.

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19. März 2018 Volkshochschule München, Gasteig

„Der Blues mit den Herzrhythmusstörungen“ Referent: Dr. H. Antoni – „Psychisch belastete Herzpatienten“ Referent: Helmut Bundschuh (SHG Herzkrank ohne Ängste und Sorgen)

Mitte März stellte Dr. H. Antoni vom Bogenhausener Klinikum in einem Vortrag an der Münchner Volkshochschule die Problematik der Herzrhythmusstörungen vor. Der Vortrag wurde von fast der ganzen Gruppe besucht. Dr. Antoni versteht es, die Problematik sehr gut verständlich darzustellen. Danach hatte Helmut Bundschuh die Gelegenheit, das Krankheitsbild der psychisch belasteten Herzpatienten vorzutragen.

Dr. H. Antoni (links) und Helmut Bundschuh (rechts), Münchner Volkshochschule

Foto: Brian Haydn

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27. April 2017 – Schwabinger Gesundheitsforum 2017

Herzrhythmusstörungen – Wenn das Herz ins stolpern kommt!“ Referent: Prof. Dr. med. Stefan Sack

Herzkrank – Wohin mit den Ängsten und Sorgen“  Referent: Helmut Bundschuh (SHG Herzkrank ohne Ängste und Sorgen) 17:30 bis 19:00 Uhr – Hörsaal der Kinderklinik, Parzivalstr. 16, 80804 München
Infos unter: www.klinikum-muenchen.de/veranstaltungen/

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